10. Mai in Leverkusen: Wiener Melange zum Muttertag

Mit einem schwungvollen Auftritt der Tanz-Sport-Gemeinschaft Leverkusen zum Walzer „Die Rosenkönigin“ von Jakob Pazeller mündete die große Leistungsschau der Musikschule Leverkusen in ein feierliches Finale.                                            Foto: Kristina Trepte

Anlässlich des 20. Jahrestag der „Wende“ (die Ungarn mit dem Niederreißen seiner Grenzanlagen zu Österreich 1989 maßgeblich mit einläutete) führte das Sinfonieorchester der Musikschule Leverkusen Musik des ungekrönten Walzerkönigs Jakob Pazeller auf – darunter Werke, die jahrzehntelang als verschollen und für immer verloren galten, jedoch mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ 1989 überraschend in Budapest wieder entdeckt wurden. Den größten Teil seines Lebens lebte der Wiener Komponist und einer der letzten Militärkapellmeister der Österreichisch-Ungarischen Donaumonarchie in Ungarn.


In Erinnerung an Csilla von Boeselager:
Goldregenwalzer für den "Engel von Budapest"


Als Gast dirigierte der in Baden-Baden lebende Enkel von Jakob Pazeller, Frigyes Pazeller (52), selbst Komponist, Pianist und Arrangeur, in einer Welturaufführung den „Goldregenwalzer“. Der Leverkusener Journalist und Initiator des Konzertes, Gero Trepte, widmete den für das Sinfonieorchester der Musikschule eigens arrangierten Konzertwalzer der 1994 verstorbenen Csilla von Boeselager. Die als „Engel von Budapest“ bekannt gewordene, gebürtige Ungarin organisierte mit deutschen und ungarischen Maltesern im Sommer 1989 ein Zeltlager und humanitäre Hilfe für über 30.000 flüchtende DDR-Bürger.


Die anwesenden Vertreter der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft Düsseldorf, darunter ausgewiesene Musikexperten, waren von den dargebotenen Leistungen der Musikschule Leverkusen und insbesondere der Werke von Jakob Pazeller derart angetan, dass sie reges Interesse an einer Wiederholung des Programms im Rahmen einer bereits geplanten eigenen, großen Kulturveranstaltung bekundeten.


Das Jakob Pazeller-Konzert war der Höhepunkt einer großen Leistungsschau der Musikschule Leverkusen mit dem Streichorchester „Gegen den Strich“ unter Leitung von Klaus Müller, den Blasorchestern „MIBO“ und „MSBO“ unter Leitung von Martin Winkel und Thomas Klöckner sowie dem großen Sinfonieorchester. Zur Aufführung kamen u. a. bekannte Filmmusik aus „Harry Potter" und „James Bond 007“.


Das Sinfonieorchester der Musikschule Leverkusen mit den Dirigenten Klaus Müller (links) und Thomas Klöckner.

Enkel Frigyes dirigierte


Als Gast dirigierte der in Baden-Baden lebende Enkel von Jakob Pazeller, Frigyes Pazeller, selbst Komponist, Pianist und Arrangeur, in einer Welturaufführung – den „Goldregenwalzer“.
Unten das historische Plakatmotiv.



In Uraufführung: der "Goldregenwalzer"